Zeichen und Fahnen
Bubenreuther Zirkel: Der Zirkel ist das „Logo“ einer Verbindung. Entstanden ist der Bubenreuther Zirkel in seiner heutigen Form in den 1830er Jahren.
Die Deutung der geschwungenen Linien ist schwierig: Die beiden B’s könnten für „
Burschenschaft der
Bubenreuther“ stehen, oder aber für „
Bu
benruthia“. Verbreitet ist die Ansicht, dass im Zirkel die Anfangsbuchstaben unseres Wahlspruchs „Gott, Freiheit, Ehre, Vaterland“ verborgen sind (siehe Grafik). Es könnte sich jedoch auch das alte „Vivat, Crescat, Floreat“ (die Burschenschaft „lebe, wachse und blühe“) hinter den Linien verbergen. Das Ausrufezeichen hinter dem Zirkel steht als umgedrehtes „i“ für „in eternum“ („für alle Zeit“).
Bubenreuther Band und Fahne: Die Korporationen unter-
scheiden sich seit dem 16. Jahrhundert durch verschieden farbige Bänder. Die Bubenreuther Farben, das goldgesäumte rot und schwarz, hat die gleiche Wurzel wie die deutschen Nationalflagge: die Farben des Lützower Freikorps. Die Angehörigen dieser Freiwilligeneinheit färbten 1813 ihre Zivilkleidung schwarz – das war die billigste und schnellste Methode, um zu Uniformen zu gelangen. Ergänzt wurde die Uniform durch goldene Messingknöpfe und rote Litzen. Die Urburschenschaft nahm die Farben 1815 auf, zum Wartburgfest 1817 überreichte die Eisenacher Bevölkerung eine schwarz-rote Fahne mit goldener Bestickung.
Mütze und Eichenlaub: Die Eiche galt vielen indogermanischen Völkern als heilig, in Griechenland war sie dem Zeus, bei den Germanen dem Donar geweiht. 1789 „erfanden“ die Franzosen die Eichenlaubmütze, indem sie den monarchischen Lorbeer- durch den republikanischen Eichenkranz ersetzten. Das Eichenlaub wurde in der Folge auch in Deutschland zum Freiheitssymbol, auf dem Wartburgfest erschien man „die Mützen mit Eichenlaub geschmückt.“
In Erlangen trug man zunächst schwarze Mützen mit den deutschen Farben, ab 1827 rote Mützen, die zuweilen bereits einen Eichenkranz aufwiesen. 1873 wurde die Bubenreuther Kranzmütze in ihrer heutigen Form eingeführt.
Gemeindewappen von Bubenreuth: Die Verbundenheit der Burschenschaft mit Bubenreuth spiegelt sich im Wappen des Ortes wieder: Die beiden Motive des Wappens, der Pflug (er symbolisiert die bäuerliche Tradition des Ortes) und die Geige (sie steht für die Egerländer Geigenbauer, die sich nach 1945 in Bubenreuth niedergelassen haben) werden durch das Eichenlaub des Burschenschaft unterteilt.
Links:
– Zu Name und Zirkel: Ernst Höhne
>> weiterlesen
– Homepage der Gemeinde Bubenreuth
>> www.bubenreuth.de